Schliersee - Fischer.de - Angeln am Schliersee und Tegernsee

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Mit dem Hegensystem imitieren wir die Nymphen von Insekten wie z.B. der Zuckmückenlarve, welche sich im schlammigen Gewässerboden entwickeln und dann an die Gewässeroberfläche aufsteigen, um zu schlüpfen. In dieser Phase stellen sie die Hauptnahrung der Renken dar, aber auch andere Fischarten lassen sich diese Leckerbissen nicht entgehen.


Frisch aufgestiegene Mücke

Wenn man genau hinschaut, sieht man die Mücken auf der Wasseroberfläche und hat dann schon mal einen Hinweis, wie intensiv der Schlupf gerade ausfällt und kann hoffen, daß die Renken in Beißlaune sind. Es ist aufschlußreich, den Mageninhalt der Renken zu untersuchen, um von Form und Farbe der Nymphen auf die zur Zeit gängigen Muster für die Hegene zu schließen. Aber manchmal beißen sie auch auf ganz andere Muster...


Zuckmückenlarve aus dem Renkenmagen

Fertig gebundene Nymphen

Es gibt drei verschiedene Arten, mit der Hegene zu fischen:

Hegenefischen mit dem Schwimmer:

Die Hegene, bestehend aus 3-5 Einzelhaken, wird von einer Laufpose mit einer Tragkraft von 30-40 Gramm in der Schwebe gehalten. Sie ist mit einem 30-Gramm-Blei beschwert.
Die Kunst ist nun, die Laufpose genau auf die Gewässertiefe einzustellen, daß der Schwimmer leicht schräg steht. Das Wippen der Pose in den Wellen überträgt sich auf die Nymphen, die verführerisch die natürlichen Bewegung der Fliegenlarve nachahmen.

        
Schema Posenfischen                     Perfekt auf Grund gelegtes System


Beißt nun eine Renke auf die Nymphe, hakt sie sich durch das Eigengewicht des Bleis selbst. Da Renken nach dem Biß fast immer nach oben flüchten und dabei das Blei vom Boden abheben, fällt die Pose nach kurzem Tänzeln um. Dies ist der spannendste Moment beim Renkenfischen! Es gilt nun, die Schnur sofort auf Spannung zu bringen und zu verhindern, daß der Haken aus dem sehr weichen Renkenmaul ausschlitzt.

Hegenefischen mit dem Unterwasserschwimmer:

Hier wird eine Unterwasserpose mit einer Tragkraft von 15-25 g der Hegene vorgeschaltet.
Den Biß erkennt man, wie beim Grundangeln auch, an der Rutenspitze.
Der große Vorteil ist, daß man die Tiefe nicht einstellen muß und die Renkenschwärme in der näheren Umgebung suchen kann, ohne einen Schnurstopper verstellen zu müssen. An manchen Tagen fängt die Unterwassermontage auch besser...



Unterwasserposenmontage

Hegenefischen mit der Zupfrute:

Von manchen Puristen als "Königsdisziplin" des Renkenfischen angesehen, ist das Fischen mit der Zupfrute sicherlich die schwierigste Form der Angelei mit der Hegene.
Mit sehr feiner Rute und nur leichter Bebleiung wird die Hegene in langsamen Bewegungen auf- und abwärts geführt.
Die Bisse erkennt man am leichten Rucken, am plötzlichen Stop der Rutenspitze, oder auch nur am plötzlichen Erschlaffen der Schnur, da die Renke nach oben zieht.
Da der Köder hier aktiv präsentiert wird, ist er an manchen Tagen den anderen beiden Systemen überlegen, aber eben in der Bißerkennung sehr schwierig.


DAS MATERIAL:

Um ein Ausschlitzen des Hakens aus dem sehr weichen Renkenmaul zu verhindern, empfiehlt es sich, mit sehr weichen und sensiblen Rutenspitzen zu fischen, andererseits muß man die 30-40 Gramm schwere Montage noch auswerfen können. Eine gute Variante sind hier z.B. Winkelpicker.
Als Rolle eignen sich Stationärrollen mit einer Schnurfassung von 100-150 Meter 0,20 monofiler Schnur. Diese Schnurstärke ist mit einer Tragkraft von 4-5 kg ausreichend, monofil sollte sie sein, um die Fluchten der Renke durch die Schnurdehnung mit abzufedern und die Bremse sollte sensibel sein und prompt reagieren.
Ein Sonderfall ist die Ausrüstung zum Zupfen: Hier kann man schnell ein paar Hundert Euros ausgeben, da wird jedes Gramm abgewogen...

Ein weiterer Spezialfall ist der Renkenkescher: Er sollte aus monofilem Material sein: Wer jemals eine Hegene aus einem herkömmlichen Kescher herausgenestelt hat, weiß warum...